Vault-Tec is proud to present
A C.A.M.P. in Fallout 76 displays a giant sign that says Once Upon a Wasteland: A Fallout StoryFO76_Infestations-Standard_Bnet_BoxArt_300x359-01.jpg

Fallout 76 (PC)

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Fallout 76 – Community-Spotlight: Once Upon a Wasteland

08. März 2024
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Bei Spielen von Bethesda Game Studios stehen häufig die Geschichten im Mittelpunkt, die ihr erschafft, und Fallout 76 ist da keine Ausnahme.

Für unser neuestes Community-Spotlight haben wir ein wundervolles Gespräch mit Brad vom Story-Podcast „Once Upon a Wasteland“ geführt, der auf Fallout 76 basiert. Lest weiter, um mehr darüber zu erfahren, wie Brad es geschafft hat, seine Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten, Fallout 76 und die Community des Spiels miteinander zu verbinden.

Stell dich doch bitte kurz vor, bevor wir loslegen!

Mein Name ist Brad Williams und ich bin für „Once Upon a Wasteland“ verantwortlich, einem auf Fallout 76 basierenden Hörspiel, dessen dritte Staffel gerade ausgestrahlt wird. Darüber hinaus bin ich Synchronsprecher und Musiker und ich streame auch hin und wieder.

Wie hast du Fallout kennengelernt und welches war das erste Fallout-Spiel, das du gespielt hast?

Verglichen mit einem Großteil der Community bin ich noch ein richtiger Neuling. Ich bin kurz nach seiner Veröffentlichung mit Fallout 4 eingestiegen und habe sofort Blut geleckt.

Auch wenn das Spiel eine Menge Spaß gemacht hat und einen hohen Wiederspielwert bot, glaube ich, dass es mich vor allem mit seinem erzählerischen Rahmen, der Atmosphäre und der Hintergrundgeschichte immer wieder reingezogen hat. Es ist irgendwie lustig, dass ich schon damals dachte, dass sich das Fallout-Universum perfekt für einen Film oder noch besser für eine Fernsehserie eignen würde. Ich dachte immer, dass es nur diese beiden Möglichkeiten gäbe – ich war noch nie so froh, mich dermaßen geirrt zu haben.

Was gefällt dir an Fallout am besten und welches Spiel aus der Reihe ist dein Lieblingstitel?
Was mich an Fallout 4 so richtig begeistert hat und mich auch in Fallout 76 weiterhin abholt, ist das Bauen von Siedlungen und C.A.M.P.s. Ich bin vielleicht nicht für besonders innovative oder elegante Bauten bekannt, aber das Bauen bereitet mir trotzdem enormes Vergnügen. Es ist so was wie mein eigener kleiner Zen-Garten und es ist jedes Mal großartig, wenn jemand vorbeikommt, um sich alles anzusehen und mich am Ende mit einem Daumen hoch oder einem „Schickes C.A.M.P.“-Emote beglückt.

Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich Fallout 4 als mein Lieblingsspiel aus der Reihe genannt, aber mittlerweile ist es ganz klar Fallout 76. Das Spiel ist mittlerweile richtig lebendig und dynamisch, weil die Community geniale und innovative Wege gefunden hat, das Spiel zu spielen und Dinge zu erschaffen, und weil Bethesda viel Zeit und Ressourcen investiert, um die Spielerfahrung immer weiter zu verbessern. Diese beiden Faktoren begünstigen sich gegenseitig und das Resultat ist ein durch und durch großartiges Spielerlebnis.

Wie bist du zu Fallout 76 gekommen?

Ich hatte mich damals schon seit seiner Ankündigung auf Fallout 76 gefreut. Es klang sehr verführerisch, eine völlig neue Region erkunden zu können, die bisher in keinem der vorangegangenen Fallout-Spiele zu sehen war, und ich war sehr gespannt, wie das Team die Gesamterfahrung noch besser machen würde.

Als dann klar war, dass es sich um einen Multiplayer-Titel handelt, hat mir das erst mal zu denken gegeben. Die Flüchtigkeit, von der Interaktionen in Multiplayer-Spielen geprägt sind, sprach mich damals einfach nicht an.

Ich habe dann aber ziemlich schnell erkannt, dass meine Bedenken größtenteils unbegründet waren. Fallout 76 war anders. Es war klar, dass man einen Großteil der Leute, denen man begegnen sollte, nie wieder sehen würde – das ist auch heute noch so. Aber die Ausnahmen von der Regel stachen immer schon heraus. Die Grundlage für das, wozu die Community sich mit der Zeit entwickelt hat, war von Anfang an da, und es hat großen Spaß gemacht, die weitere Entwicklung zu beobachten. Darüber sollte mal jemand ein Buch schreiben.

Wie sehen deine Erfahrungen mit der Community von Fallout 76 aus? Was macht die Community von Fallout 76 deiner Meinung nach so besonders?

Als ich mit dem Spielen anfing, war mir gar nicht bewusst, dass Fallout über eine so große Creator-Community verfügt – meinen ersten Eindruck von der Community bekam ich durch ganz normale Spieler:innen wie mich.

Als ich dann nach ein paar Jahren auf die Creator-Community aufmerksam geworden bin, öffnete mir das eine ganz neue, faszinierende Welt. Was mich dabei besonders begeisterte, war die Bandbreite an Ausdrucksweisen der Leute: Visual Artists, Streamer:innen, YouTuber:innen, Roleplaying-Gruppen, C.A.M.P.-Baumeister:innen, Geschichtenerzähler:innen ... Das zeigt nicht nur das grenzenlose Potenzial für mögliche Projekte, sondern auch, wie gut sich das Fallout-Universum für das Ausleben der eigenen Kreativität eignet.

Was die Community von Fallout 76 in meinen Augen so besonders macht, ist, wie diese zwei Faktoren zusammenkommen und so ständig etwas Neues hervorbringen. Das kann sich in unterschiedlichsten Formen niederschlagen, wie etwa, wenn die Community zusammenkommt, um „Fallout for Hope“ oder auch „Once Upon a Wasteland“ zu unterstützen, wenn wir für einen Preis nominiert wurden. Für diese Community steht an erster Stelle, dass die Leute aus ihren eigenen Reihen Erfolg haben. Dabei ist es völlig egal, wer diese Leute sind oder wie sie ihrer Liebe zum Spiel und dem Fallout-Universum Ausdruck verleihen.

Was für einen Charakter spielst du in Fallout 76 und was macht deinen Spielstil aus?

Ich spiele auf allen drei Plattformen denselben Charakter namens Beth. Sie war der Ausgangspunkt für den Charakter, dessen Perspektive die Zuhörer:innen in der Show einnehmen. Ich spiele eigentlich immer mit weiblichen Charakteren, weil es mir gedanklich dabei hilft, nicht immer nur mich selbst zu spielen und nur so zu handeln, wie ich unter den jeweiligen Umständen handeln würde oder hoffen würde, zu handeln. Beth und ich haben aber auch ein paar Gemeinsamkeiten. Sie versucht – wenn möglich – immer, Situationen zu entschärfen oder zumindest deeskalierend auf Konflikte einzuwirken.

Das hat sich auch in einem der ursprünglichen Merkmale von Beths Hintergrundgeschichte niedergeschlagen. Eigentlich habe ich ihren Charakter halb aus Jux geschrieben, weil ihr Wunsch, dass alle einfach nur nett zueinander sind, angesichts der Umstände innerhalb des Universums so lächerlich wirkt. Daraus entwickelte ich dann aber die Idee eines Programms von Vault-Tec, das Leute in Diplomatie und dem Schmieden von Allianzen schulen sollte, um den Wiederaufbau der Gesellschaft nach dem Rückeroberungstag zu ermöglichen. Beth handelt nicht wie etwa die Responder aus reinem Altruismus, sondern sieht es als ihre Mission an, sicherzustellen, dass in Appalachia eine langfristig überlebensfähige Gesellschaft gedeihen kann.

Dann erzähl uns doch mal etwas über „Once Upon a Wasteland“ – was ist das und wer ist daran beteiligt?

„Once Upon a Wasteland“ ist ein Hörspiel-Podcast. Die Zuhörer:innen erleben die Geschichte von Vault-Bewohnerin Elizabeth Kirby (gespielt von Letitia Lemon) und Odessa Valdez (gespielt von Vitriol), einer Gelehrten der Stählernen Bruderschaft, die sich zusammentun, um die in Appalachia gerade erst wieder aufkeimende Gesellschaft zu retten, und sich dabei verlieben. Mit dabei ist auch noch Lucy Middelthon in der Rolle von Beths bester Freundin Amanda.

Wir haben auch schon einige wunderbare Schauspieler:innen in Gastrollen begrüßen dürfen und ich bin immer wieder überwältigt von der Anzahl an Leuten, die bei uns vorsprechen, und dem Talent und der Kunstfertigkeit, die sie beim Vorsprechen demonstrieren. Es fühlt sich fantastisch an, wenn so talentierte Darsteller:innen Teil von dieser Sache sein wollen, die du selbst erschaffen hast.

Vitriol spielt aber nicht nur mit, sondern ist auch Koproduzentin und damit an vielen Stellen unverzichtbar und unmittelbar verantwortlich für die Show und ihren Erfolg. Sie hat schon als Sensitivity Reader, Drehbuch-Beraterin und Promo-Profi mitgewirkt und für einige der emotionalen Wendungen gesorgt, die wir im Verlauf der Show bereits erleben durften. Dass sich jemand an so vielen Stellen einbringt und dem Projekt gleichzeitig noch als Muse dient, ist wirklich selten, aber sie ist nun mal all das und noch viel mehr.

Vor Kurzem hat die dritte Staffel von „Once Upon a Wasteland“ begonnen. Erzähl uns doch ein wenig über Beth und Odessa.

Die Show dreht sich im Kern um zwei Menschen, die inmitten furchtbarer Umstände voller Gefahren und Ungewissheit zueinanderfinden und sich ineinander verlieben. Im Prinzip ist es also eine Liebesgeschichte, die aber in einen Sci-Fi-Thriller voller Mysterien eingebettet ist, damit es spannend bleibt.

Im Mittelpunkt stehen Beth Kirby und Odessa Valdez. Beth ist eine Vault-Bewohnerin, die in Vault 76 in Spionage und Diplomatie ausgebildet wurde. Als wir sie kennenlernen, geht sie ihrer Arbeit in Appalachia bereits seit rund zwei Jahren nach. Odessa befindet sich in ihrer Geschichte ungefähr an dem Punkt, an dem sie nach den Ereignissen von Stählerne Dämmerung war.

Der wichtigste Charakter neben dem Protagonistinnen-Pärchen ist Beths Ex-Partnerin und beste Freundin Amanda. Wir verbringen aber auch viel Zeit mit Beths Eltern Andrew und Elise, die ihr sehr nahestehen, und sogar Paladin Rahmani. Eigentlich hatte ich nicht vor, bekannte etablierte Charaktere wie Rahmani in der Geschichte auftreten zu lassen, aber es ergab einfach Sinn, sie als Odessas Vertraute und Mentorin in der Geschichte zu haben. Einen neuen Charakter einzubauen, der diese Rolle in der Erzählung einnimmt, hätte sich zu erzwungen angefühlt.

Was war deine Inspiration für den Podcast?

Die ersten Samen der Inspiration wurden durch die Interaktionen mit Odessa in Stählerne Dämmerung und Stählerne Herrschaft gesät. Es ist möglich, mit ihr zu flirten und sie kann die Annäherung je nach Kontext erwidern oder ablehnen, aber eine romantische Beziehung wie mit Beckett oder Commander Daguerre ist mit ihr nicht möglich. Aber was wäre, wenn das doch ginge?

Odessa ist ein spannender Charakter und ich hatte das Gefühl, dass ich das, was wir im Spiel über sie erfahren haben, als Ausgangspunkt nehmen und darauf aufbauend erzählerisch noch eine Menge aus ihr herausholen könnte. Der Gedanke daran, die Unerreichbarkeit, die ihren Charakter prägt, weiter auszuloten, erschien mir faszinierend.

Was die praktische Seite der Arbeit angeht, hatte ich zu der Zeit trotz meiner Erfahrung im Schreiben von Drehbüchern seit 25 Jahren schon nichts „Richtiges“ mehr geschrieben. Das änderte sich, als ich im Februar 2021 für ein auf Fallout 76 basierendes Hörspiel namens „The MODUS Files“ als Sprecher von MODUS engagiert wurde. Lawrence McNamara, der kreative Kopf dahinter, ermutigte mich dazu, meine Ideen richtig auszuarbeiten und daraus meine eigene Show zu machen und griff mir dabei unter die Arme. Er sah Potenzial in mir und dem Konzept, das ich erarbeitet hatte, und es ist absolut nicht übertrieben, wenn ich sage, dass es „Once Upon a Wasteland“ ohne seine ermutigenden Worte und seine Mitarbeit nie gegeben hätte.

Was gefällt dir am besten an der Produktion des Podcasts?

Ich glaube, es ist der Moment, wenn ich eine fertige Folge zum ersten Mal im Ganzen höre und erkenne, dass aus der Idee in meinem Kopf ein echtes, in sich geschlossenes Produkt geworden ist. Dieses Gefühl der Befriedigung ist unvergleichlich. Ich bin jedes Mal begeistert, zu hören, was die unglaublichen Darsteller:innen aus den Worten gemacht haben, die ich niedergeschrieben habe. Der Aufnahmeprozess findet zwar asynchron statt, aber die Darsteller:innen sind so gut und können sich derart tief in ihre Charaktere hineinversetzen, dass es immer klingt, als würden sie sich zusammen in einem Raum unterhalten oder sich zusammen in einer Action-Szene befinden. Ich weiß nicht, wie sie das schaffen, aber ich weiß, wie hart sie arbeiten und wie viel Herzblut sie in ihr Handwerk stecken.

Die Gewissheit, dass wir alle an einem Strang gezogen haben, um etwas zu erschaffen, dem eine so große Zahl von Menschen gerne zuhört und gespannt folgt, ist ebenfalls sehr befriedigend. Ich habe mich nie damit zufriedengegeben, einfach irgendwas zu machen. Ich wollte die Leute schon immer emotional berühren. Dieses wundervolle Gefühl, das ich habe, weil uns Leute zuhören und weil die Charaktere, ihre Geschichten und die Leistung der Darsteller:innen sie emotional berühren, werde ich nie vergessen.

Die Reaktionen auf die Show haben selbst meine größten Hoffnungen übertroffen. Sie wurde von Menschen aus 183 verschiedenen Ländern angehört und hat vor Kurzem die Marke von 350.000 Downloads überschritten. Wir haben insgesamt acht Signal Awards gewonnen, unter anderem auch in Kategorien wie Best Writing und Best Scripted Fiction, in denen wir uns mit großen Studio-Produktionen messen mussten. Solche Momente machen glücklich und erinnern einen gleichzeitig auf die bestmögliche Art daran, immer bescheiden zu bleiben.

Wow, herzlichen Glückwunsch zu euren Signal Awards – was für ein Erfolg! Vielen Dank für das Gespräch, Brad! Kannst du unseren Leser:innen noch verraten, wo sie „Once Upon a Wasteland“ hören können?

Ihr findet die Show auf allen bekannten Podcast-Plattformen wie zum Beispiel Spotify oder Apple Podcasts. Bisher haben wir zwei komplette Staffeln mit jeweils zehn Folgen produziert. Darüber hinaus haben wir noch vier Behind-the-Scenes-Minifolgen, zwei Bonusfolgen und die dritte Staffel im Angebot, von der bereits fünf Folgen ausgestrahlt wurden. Wer will, kann also direkt einen Marathon starten!

Außerdem findet ihr uns auch auf YouTube.

Hier auf unserer Website können die Hörer:innen sich auch Drehbücher, Bilder und Informationen zu den einzelnen Folgen ansehen. Wenn ihr wissen wollt, woran unsere Darsteller:innen noch mitgewirkt haben, könnt ihr uns auch auf IMDb suchen.

Im Bereich Social Media benutzen wir vor allem Twitter, aber ihr findet uns auch auf Bluesky. Wir freuen uns immer über Feedback und Fragen, also schickt uns eure Nachrichten gern per E-Mail oder als Direktnachricht auf X.

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